Freitag, 12. Februar 2016

Aufbruch

Es war noch dunkel als Frekya aus dem Haus trat und ein kalter Wind wehte sehr unangenehm durch das Dorf. Eilig zog sie den Umhang enger um sich und huschte zur Taverne hinüber. Bei sich trug sie ein Bündel mit allem was für eine längere Reise nötig war.
In der Taverne nahm sie das Kästchen mit dem Einnahmen aus dem Versteck und zählte ab was ihr zustand um es dann einzustecken. Das Kästchen mit dem Rest verstaute sie wieder im Versteck.
Als sie die Tür der Taverne schloss und die Treppe runter ging drehte sie sich nicht mehr um da es zu sehr schmerzte alles hinter sich zu lassen aber sie wusste Vicky würde sich gut um alles kümmern. Trotzdem vermisste Frekya die Taverne zum Kuckuck jetzt schon und musste sich immer wieder die Tränen wegwischen. Vermissen würde sie auch die Gäste und Einwohner von Taufells.
Am Tor wunderte man sich zwar das sie um diese Zeit unterwegs war aber man kannte sie und so öffnete man ihr ohne Anstallten. Ohne sich umzudrehen lief sie immer weiter, in der Hand das Stück karierten Stoff das wahrscheinlich der Schlüssel zu ihrer Herkunft war. Sie war fest entschlossen herauszufinden woher sie kam und wer ihre Eltern waren. So lief sie immer weiter auch wenn der Eisige Wind auf der Straße noch fester blies.
Aber erst einmal war sie wieder unterwegs, wieder ein Zigeunermädchen das sich mit Handlesen und Gaukeln ein paar Münzen verdient und von Stadt zu Stadt zog ohne Heimat.
Als die Sonne aufging und der Wind nachlies war Taufells am Horizont nicht mehr zu sehen.

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